Recruiting über Social Media erfährt gerade einen enormen Hype. Das liegt vor allem daran, dass es im Vergleich zu anderen Recruiting Maßnahmen sehr gut funktioniert.

In diesem Artikel erfährst du daher, warum Social Media Recruiting so gut funktioniert, welche verschiedenen Herangehensweisen es gibt und wie ein Social Recruiting Funnel aufgebaut ist.

 

Warum funktioniert Social Media Recruiting so gut?

Der Erfolg von Social Media Recruiting liegt in unserer Vollbeschäftigung. Kaum jemand geht noch aktiv auf Jobsuche. Laut der EY-Jobstudie sind nur etwa 14 Prozent aktiv suchend. Und das sind überwiegend unqualifizierte Fachkräfte oder Berufseinsteigende.

Möchtest du also nicht selbst ausbilden, bleibt für dich als Unternehmer:in also kaum eine andere Möglichkeit, als Fachkräfte aus anderen Unternehmen auf dein Jobangebot aufmerksam zu machen.

Und hier hast du ziemlich gute Chancen! Denn von den übrig gebliebenen 86 Prozent, sind nur 22 Prozent „sehr eng“ mit ihrem Arbeitgebenden verbunden.

Der Rest davon, also 64 Prozent der Fachkräfte, ist potenziell bereit, den Arbeitgebenden zu wechseln.

 

Eisberg Modell zu Social Media Recruiting

Und wie erreichst du die, wenn sie nicht aktiv auf Jobsuche sind? Am besten dort, wo sie mehrere Stunden am Tag verbringen. Und das ist Social Media!

 

 

Methoden von Social Media Recruiting

Wir unterteilen bei Waldhirsch in drei verschiedene Varianten von Social Media Recruiting. Jede davon hat einen unterschiedlichen Ansatz und benötigt unterschiedliche Herangehensweisen.

  • Active Sourcing
  • Performance Recruiting
  • Social Media Employer Branding

Gehen wir nachfolgend in jede der drei Varianten etwas ins Detail.

 

Methoden von Social Media Recruiting

 

 

Active Sourcing

Active Sourcing ist die Direktansprache von potenziellen Kandidatinnen und Kandidaten. Das heißt, du gehst selbst aktiv auf die Suche nach passenden Mitarbeitenden und schreibst diese über die jeweilige Social Media Plattform an.

 

Bei Active Sourcing hast du mehrere Möglichkeiten der Recherche:

  1.  Du kannst die Suchfunktion der jeweiligen Plattform nutzen.
    Bei dieser Form von Active Sourcing suchst du direkt auf der Plattform nach passenden Kandidaten und Kandidatinnen. Man nennt das Profile Mining. Gerade LinkedIn bietet spannende Suchmöglichkeiten mit sogenannten Booleschen Operatoren. Dabei kannst du mit Begriffen wie „AND“ „OR“ oder „NOT“, deine Suche perfektionieren und somit passendere Kandidat:innen finden.Eine genaue Anleitung wie das funktioniert, findest du in unserem kostenlosen Social Media Recruiting Ratgeber.
  2. Du suchst vorab über Google, Foren, Blogs oder Wettbewerbs-Webseiten
    Du kannst Active Sourcing auch betreiben, indem du vorab nach passenden Kandidaten und Kandidatinnen suchst und erst dann mit einer Liste von Namen nach einem passenden Social Media Account oder anderen Kontaktmöglichkeiten suchst. Das nennt man dann Web oder Database Search.Beispielsweise könntest du die Google Suche nutzen, dich in Foren wie Reddit umschauen, in passenden Online-Diensten anmelden und Lebenslauf-Datenbanken durchstöbern.Oder du bist etwas frecher und gehst auf die Seiten deiner Wettbewerber, schaust dir dort das Team an und sammelst dadurch eine Liste von potenziellen Namen. Ja, das ist etwas dreist aber leider gang und gäbe.Weitere spannende Möglichkeiten und auch ein paar Insider-Tipps, findest du in unserem kostenlosen Social Media Recruiting Ratgeber. Vergiss auch niemals, deinen schon bestehenden Talent Pool anzuzapfen oder auf Kontakte deiner bestehenden Mitarbeitenden zurückzugreifen (Referral Sourcing). Das hat zwar jetzt nichts mehr mit Social Media Recruiting zu tun, gehört aber ebenfalls in des Active Sourcing.

 

Plattformen für Active Sourcing

Profile Mining wird überwiegend auf LinkedIn oder Xing betrieben. Diese Business-Network-Plattformen sind primär im Arbeitsumfeld angesiedelt. Du hast hier den Vorteil, dass du sowohl Jobtitel, Ausbildung und Berufserfahrung der Personen direkt einsehen kannst.

Aber auch auf “privaten” Social Media Plattformen, auf denen es nicht primär um Arbeit geht, kannst du nach deinen Traumkandidat:innen Ausschau halten. Dazu gehören:

Manche User:innen haben sogar ihre Berufsbezeichnung in ihrem Profil hinterlegt oder posten regelmäßig über ihre Arbeit.

Ein weiterer Vorteil von Social Media Recruiting auf eher privat orientierten Netzwerken: Das Anschreiben von Kandidat:innen wird hier nicht so inflationär betrieben. Während gute Leute auf LinkedIn fast schon in einer Anfragenflut von professionellen Headhuntern untergehen und dadurch viele solcher Kontaktaufnahmen ignorieren, wird Facebook oder Instagram für Active Sourcing noch kaum genutzt. Dadurch hast du eine deutlich höhere Aufmerksamkeit und bessere Chancen, dass dein Angebot wahrgenommen wird.

 

Weitere Quellen bei Active Sourcing:

  • Blogs (zum Beispiel Gastautoren oder eigene Blogbetreiber)
  • Nischenforen oder Branchen-Netzwerke wie Stack Overflow, Github oder Flickr 
  • Bewerbungshomepages (über Google auffindbar)
  • Crowdfunding Portale
  • Communities in Slack  oder Discord 
  • Freelancer-Plattformen wie Malt, Fiverr  oder upwork 
  • Portale bzw. Publikationsplattformen für Abschlussarbeiten, Hausarbeiten, Bachelor- oder Masterthesen. Meist sind es Portale direkt von den Universitäten.
  • Bewerberdatenbanken, oftmals direkt von den Jobportalen

Ebenfalls kannst du offline Kontakte sammeln und diese dann später über Social Media Netzwerke anschreiben. Dazu eignen sich fachspezifische Stammtische, Messen, Kongresse, Hochschulkontaktmessen oder ähnliche Netzwerk-Events.

 

Aufstellung der Recherche beim Active Sourcing

 

Tipps für Social Media Recruiting durch Active Sourcing:

  • Erstelle eine individuelle und persönliche Ansprache. Nichts ist abschreckender als eine unpersönliche Massenmail bei etwas so Wichtigem wie einem Jobangebot.
  • Kontaktiere die Kandidaten und Kandidatinnen direkt als Geschäftsführer:in. Damit erzeugst du eine höhere Aufmerksamkeit.
  • Falle nicht mit der Tür ins Haus. Stelle erstmal eine Kontaktanfrage und baue vorab Vertrauen auf, bis du dein Jobangebot platzierst.
  • Mache dir zuvor ausgiebig Gedanken über dein Kandidatenprofil, die sogenannte Candidate Persona. Dadurch kannst du sowohl das passende Social Media Netzwerk wählen als auch mit den richtigen Argumenten und Benefits punkten.
  • Lust auf weitere Tipps zu Active Sourcing? Gern! Aber du ahnst es schon: Die findest du nicht hier, sondern in unserem kostenlosen Social Media Recruiting Ratgeber.

 

 

Performance Recruiting

Performance Recruiting ist der Einsatz von messbaren Online Marketing Maßnahmen, mit dem Ziel, eine Conversion, also in dem Fall eine Bewerbung zu generieren.

In der Regel werden bezahlte Werbekampagnen (Social Recruiting Kampagnen) auf eine separate Landingpage (Social Recruiting Funnel) geschalten.

Diese Form des Social Media Recruitings ist hochspannend und erfährt gerade einen riesigen Hype. Um den Artikel nicht zu lange werden zu lassen, haben wir daher einen gesonderten Artikel zu Performance Recruiting erstellt, in dem du alles über Social Recruiting Funnels und die perfekte Social Media Recruiting Kampagne nachlesen kannst.

Nachfolgend geben wir daher nur einen groben Überblick, damit du einen ersten Eindruck bekommst.

Was macht diese Methode des Social Media Recruitings so erfolgreich?

Mit Performance Recruiting hast du einige sehr spannende Vorteile:

  • Es ist komfortabel, denn die Landingpages sind darauf ausgelegt, dass sie eine hohe Conversion Rate erzielen. Sie sind Mobile optimiert, sehr kurz gehalten und haben durch eine User Experience Optimierung die meisten Stolperfallen eliminiert. Bewerber und Bewerberinnen können sich daher in wenigen Minuten von überall aus mit ihren Smartphone bewerben.
  • Du generierst eine große Reichweite durch Social Media Werbeanzeigen. Eine gute Social Recruiting Agentur kann dir deine Werbekampagne so erstellen, dass du weniger als 2 Cent pro Einblendung bezahlst. Bei einer gut optimierten Landingpage sind dadurch Ergebnisse von weniger als 20 Euro pro Bewerbung machbar.
  • Es ist ein relativ geringer Zeitaufwand nötig. Vor allem im Vergleich zum Active Sourcing, was eine sehr zeitaufwändige Methode darstellt.

 

 

Die zwei Elemente: Recruiting Kampagne und Landingpage

Wie auch beim Performance Marketing ist der Erfolg vor allem von zwei Dingen abhängig:

  • Die Recruiting Kampagne inklusive Recruiting Ad
  • Die Landingpage (Recruiting Funnel)

Dabei durchlaufen deine Kandidaten und Kandidatinnen die bekannte A.I.D.A.-Formel: Awareness, Interest, Desire, Action.

  • Mit der Werbekampagne erzeugst du zunächst Aufmerksamkeit und erstes Interesse an deiner offenen Stelle. (Awareness & Interest)

 

AIDA im Performance Recruiting

Auf der Landingpage verwandelst du Interesse in Begehren (Desire) und versucht mittels Bewerbungsformulare eine Conversion zu erzeugen (Action)

 

 

Die Recruiting Kampagne

Die Werbekampagne erstellst und verwaltest du über die plattformeigenen Werbeanzeigenmanager.  

Auf allen Social Media Plattformen hast du die Möglichkeit, deine Zielgruppe zum Beispiel über Interessen und Regionen einzuschränken. Bei den Business Plattformen kannst du sogar ganz gezielt nach Jobtiteln selektieren.  

Dadurch, dass es sich um die Bewerbung von Jobangeboten handelt, stehen dir aus Gründen der Diskriminierung, nicht alle Möglichkeiten der Zielgruppenauswahl zur Verfügung. Beispielsweise kannst du bei einer Jobkampagne auf Facebook, nicht auf Alter oder Geschlecht targetieren.  

 

 

Die Recruiting Ad

Ein Bestandteil der Werbekampagne ist außerdem die Recruiting Ad, also das Bild oder Video, was die Kandidaten und Kandidatinnen in ihrem Newsfeed zu sehen bekommen.

Eine gute Werbeanzeige ist der geheime Erfolgsfaktor für deine Social Media Recruiting Kampagne.

Eine gute Anzeige erzeugt einen sogenannten Scroll Stop. Das heißt, dass du die Aufmerksamkeit der User:innen mit einem Bild oder Video in den ersten drei Sekunden derart fesselst, dass sie nicht direkt weiterscrollen, sondern dir ihre Aufmerksamkeit schenken.

 

Anbei ein paar Tipps für einen Scrollstop:

  • Kreative, lustige Titel (z.B. “Dicht ist Pflicht!” bei einem Dachdeckerbetrieb)
  • Menschen mit starken Emotionen (Lachend, Weinend, Wütend, Traurig, etc.)
  • Unerwartete, polarisierende Bilder
  • Besonders hässliche Anzeigen
  • Videoanzeigen im Allgemeinen
  • Karussellanzeigen

 

Weitere spannende Tipps wie du mit deiner Werbeanzeige einen Scroll Stop erreichst und dadurch dein Social Media Recruiting auf das nächste Level hebst, findest du in unserem weiterführenden Artikel zu Performance Recruiting.

 

Beispiele für gute Scrollstop Recruiting Ads:

Beispiel einer Recruiting Ad mit Scrollstop Effekt    Beispiel einer Recruiting Ad mit Scrollstop Effekt

 

 

Die Landing Page

Die Landingpage einer Social Media Kampagne, wird oft als abgeschlossenes Ökosystem konzipiert. Das heißt, dass man die Landingpage nicht einfach auf der eigenen Webseite erstellt, wo man jederzeit über das Menü auf andere Seiten navigieren kann. Viel eher nutzt man einen sogenannten Funnel.

Ein Beispiel für einen solchen Funnel findest du hier: WH-Funnel

Wie du siehst, sind diese Landingpages mobil optimiert, lassen sich interaktiv durchklicken und enden direkt mit dem Absenden einer Bewerbung. Und natürlich sind sie auch nicht ganz so stocksteif formuliert, denn auf Social Media kommunizieren die Menschen ein bisschen lockerer.

Das ist übrigens ein allgemeiner Tipp für dein Social Media Recruiting: Werde locker! Sei kreativ, witzig und trau dich, aus deinen gewohnten Kommunikationsmustern auszubrechen.

Um einen solchen Funnel zu erstellen, gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Tools, die in Frage kommen und mit denen du einen Social Recruiting Funnel aufbauen kannst. Die bekanntesten davon sind:

In unserer Marktanalyse (mehr als 60 Social Recruiting Funnels) waren ca. 70% der Funnels mit Perspective erstellt worden. Auch wir haben inzwischen fast ausschließlich Perspective im Einsatz, da es einfach und gleichzeitig sehr mächtig ist.

In unserem weiterführenden Artikel zu Performance Recruiting findest du noch weitere Beispiele, sowie eine schöne Schritt für Schritt Anleitung, wie du einen solchen Funnel aufbaust.

 

 

Employer Branding über Social Media

Die Königsdisziplin im Social Media Recruiting und (bei richtiger Umsetzung) auch die mit Abstand nachhaltigste Variante: Employer Branding über Social Media.

Wer Social Media für Employer Branding nutzt, der betreibt den Aufbau einer Marke. Und zwar den Aufbau einer Arbeitgebermarke. Dafür gibt es viele gute Gründe. Denn eine starke und authentische Arbeitgebermarke geht auch immer mit einer positiven Unternehmenskultur einher.

Damit wiederum:

  • Gewinnst du die besten Talente
  • Schaffst du eine Identifikation mit dem Unternehmen und dadurch eine hohe Bindung
  • Steigerst du die Motivation und Produktivität
  • Reduzierst du Fehlzeiten und Fluktuation
  • Minimierst du deine Recruitingkosten massiv
  • Funktionieren alle Recruiting-Maßnahmen um ein Vielfaches besser

 

Suchst du noch nach einer Lösung, um deinen Fachkraftmangel nachhaltig zu bekämpfen? Dann kommst du an Employer Branding nicht herum.

Und ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass gutes Employer Branding, die Geheimwaffe zur Marktführerschaft ist. Denn gerade die richtig guten Leute haben es in Zeiten von Fachkraftmangel nicht nötig, sich mit zweitklassigen Arbeitgebern abzufinden.

Wenn du es daher schaffst, dich bei den besten Talenten als Wunscharbeitgeber Nummer 1 zu positionieren, und diese durch eine positive Unternehmenskultur auch noch zu Höchstleistungen zu animieren, kann dich kaum jemand aufhalten.

Denn wie Helge Schneider schon sagte: Culture eats Strategy for Breakfast!¹

 

Wie betreibt man aber nun Employer Branding über Social Media?

Um eine starke Arbeitgebermarke über Social Media aufzubauen, sollte man sich zunächst einmal mit dem Thema „Marke“ bzw. Employer Branding an sich auseinandersetzen. Willst du hier genauer in die Tiefe gehen, haben wir dazu einen Artikel über den kompletten Employer Branding Prozess geschrieben.

 

Dort erfährst du, dass du dich zunächst einmal mit deinem Markenkern auseinandersetzen musst.

Eine starke Marke zeichnet sich beispielsweise durch folgende Kriterien aus:

  • Einzigartigkeit / Differenzierung
  • Wiedererkennung
  • Konsistenz
  • Sichtbarkeit

Was übrigens auch fast alle Marken gemein haben, ist, dass sie auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet sind. Eine Marke ist fast nie Everybody’s Darling.

Um das zu erreichen, musst du dir also zunächst Gedanken um dein Kandidatenprofil, deine sogenannte Candidate Persona machen und für diese anschließend ein Arbeitgeberversprechen kreieren. Das nennt man dann die Employer Value Proposition.

 

Hast du beides zur Hand, also ein passendes Kandidatenprofil und ein Arbeitgeberversprechen, kannst du darauf aufbauend, einen Content Marketing Plan erstellen, den du dann wiederum über Social Media verbreitest.

 

Je nach Social Media Kanal hast du eine breite Auswahl an Content Formaten zur Hand:

  • Postings
  • Stories
  • Reels
  • Karussell-Postings
  • Kurzvideos
  • Längere Videos
  • Beiträge/Artikel
  • Audio Formate (z.B. Podcasts)

 

Was du dort dann genau kommunizierst, leitest du aus deiner Employer Value Proposition und der Candidate Persona ab. Die Möglichkeiten sind aber fast unbegrenzt.

Hier mal ein paar Inspirationsbeispiele:

  • Anekdoten aus dem Büroalltag
  • Impressionen von Teamevents
  • Vorstellungen einzelner Teammitglieder
  • Führungen und Impressionen aus dem Büro / Arbeitsplatz
  • Vorstellung spannender Projekte (Willkommen im Team)
  • Benefits für die Mitarbeitenden
  • Geschichten und Zitate von Mitarbeitenden
  • Wohltätige Aktionen bzw. der Umgang mit unternehmerischer Verantwortung
  • Glückliche Kunden
  • Interaktive Beiträge wie Umfragen oder Quizzes (oft fachspezifisch)
  • Übernahmen von Azubis oder Trainees
  • Fun-Facts aus dem Unternehmen

 

Was du in der Liste nicht findest, sind Stellenanzeigen. Natürlich kannst du diese auch gelegentlich posten aber bitte nur sehr dezent! Ebenfalls ist es ratsam, bestehende Mitarbeitende mit einzubeziehen sowie mit dem Publikum zu interagieren und auf schnell auf Fragen und Kommentare zu antworten.

 

 

Fazit zu Social Media Recruiting

Wie du nun erkennen konntest, gibt es viele Möglichkeiten, Recruiting über Social Media zu betreiben.

Listen wir mal die unterschiedlichen Varianten auf:

 

Actice Sourcing

Vorteile

  • Sehr zielgerichtet
  • Oft eine hohe Kandidatenqualität
  • Geringe bis gar keine Kosten
  • Manche Fachexperten lassen sich nur so erreichen

 

Nachteile

  • Sehr zeitaufwändige Methode
  • Geringe Antwortquoten
  • Ohne starke Arbeitgebermarke kaum eine Chance

 

Performance Recruiting

Vorteile

  • Hohe Reichweite
  • Möglichkeit viele Bewerbungen zu generieren
  • Geringe Kosten

 

Nachteile

  • Fachexpertise benötigt
  • Geringe Bewerberqualität und dadurch hoher Aufwand bei Bewerbersichtung
  • Kein Druck, die Unternehmenskultur nachhaltig zu verbessern

 

Employer Branding

Vorteile

  • Langfristige Maßnahme zur Fachkraftbekämpfung
  • Viele positive Effekte auch auf bestehende Mitarbeitende
  • Verbessert alle anderen Recruiting-Maßnahmen enorm (nicht nur Social Media Recruiting)

 

Nachteile

  • Hoher Zeitaufwand
  • Langfristig bis dauerhaft Ressourcen notwendig
  • Nicht möglich ohne Wunsch nach Veränderung (moderne Arbeitskulturen)

 

 

Was wir aus Erfahrung über Social Media Recruiting sagen können:

Möchtest du schnell eine Stelle besetzen, bietet sich Performance Recruiting oder Active Sourcing an. Die Gefahr besteht jedoch, dass deine neuen Mitarbeitenden sehr schnell wieder gehen, denn ohne eine moderne Arbeitskultur, hast du gerade bei den Jungen kaum noch eine Chance.

Außerdem wirst du ohne starke Arbeitgebermarke, sehr viel Zeit und Budget benötigen, um passende Kandidat:innen zu finden. Und bei den richtig guten, wirst du kaum eine Chance haben.

Employer Branding ist hingegen erstmal eine hohe Anfangs-Investition. Wie viel genau, haben wir im Beitrag Kosten von Employer Branding erörtert.

Die Effekte und der langfristige Return on Invest ist jedoch einzigartig. Vor allem, bietet sich dir gerade eine bisher noch relativ unbekannte Chance. Selbst im Jahr 2023 investiert bisher kaum ein Unternehmen in Employer Branding.

Die einzige Ausnahme, sind die großen Konzerne. Die haben es verstanden, machen oft aber leider auch nicht mehr als ein paar hübsche Imagevideos.

 

In den USA ist das anders. Die Amis sind uns hier mal wieder um Lichtjahre voraus. Aber es wird auch hierherkommen. Das ist so sicher wie der demografische Wandel.

Und genau das ist deine Chance: Wir befinden uns mit Employer Branding in einer Phase, wie das Online Marketing Anfang der 2000er. Investierst du jetzt, hier und heute in Employer Branding, baust du dir einen Vorsprung auf, der nur sehr schwer einzuholen ist.

 

Nutze diese Chance!

 

Gerne begleiten wir dich dabei!

 


¹ Kleiner Spaß: Das Zitat „Culture eats Strategy for Breakfast“, stammt natürlich nicht von Helge Schneider, sondern von Peter Drucker 😉

 

*Die mit Sternchen gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einen Kauf abschließt, bekommen wir von dem Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

 

Ähnliche Artikel

Beitragsbild zum Thema Candidate Persona

Candidate Personas – Vom Fachkräftemangel zu Wunschmitarbeitern

24. Februar 2022

Mehr erfahren

Beitragsbild zum Thema Recruiting Funnel

Recruiting Funnel – Für mehr Fachkräfte!

14. April 2022

Mehr erfahren